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Ist die kommende Steuer für Dampfer doch geringer als erwartet?

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Die Steuer für E-Zigaretten wird kommen, das ist sicher. Die Frage ist nur wann und wie hoch diese ausfallen wird

Klar ist auch, dass sich die Dampfer darüber aufregen werden, in der Annahme dass der Staat wieder extra Geld machen will mit E-Zigaretten. Leider wissen die Wenigsten wie der Vorgang einer Besteuerung abläuft und welchen Aufwand dieser mit sich bringt. Denn wäre es so einfach, hätte der Staat ja auch keine Schulden sondern würde diese mit eingezogenen Steuergeldern decken.

Wenn man darüber nachdenkt, wird einem eigentlich klar, dass Steuern ja nicht kostenlos sind.

  • Mitarbeiter müssen bezahlt werden
  • Konten geführt werden
  • Formulare gedruckt werden
  • Säumige Zahler müssen verfolgt werden

Wenn dieser Verwaltungsakt zu hoch ist, zahlt der Staat sogar bei seinen eigenen Steuern drauf, was auch nichts Neues ist. Aus diesem Grund sind sogenannte Bagatellsteuern abgeschafft worden wie z.B.:

  • Teesteuer
  • Leuchtmittelsteuer
  • Salzsteuer
  • Zündwarensteuer usw.

Eine Steuer muss auch Geld einbringen

Fakt ist, dass mit einer Steuer einen Ertrag erzielt werden soll. Wird ein Konsumgut jedoch zu hoch besteuert, wird es wohlmöglich nicht mehr gekauft. Aktuelles Beispiel ist natürlich der neue Präsident von Amerika Mr. Trump, der 20% Strafzölle auf Waren aus Mexiko angedroht hat. Was er wohl dabei vergessen hat, ist dass viele amerikanische und europäische Firmen in Mexiko produzieren. Die Amerikaner werden wohl kaum sehr erfreut sein, wenn ihre Lieblingsmarken 20% teurer werden, da die Konsequenz sein wird, dass sich die großen Unternehmen wie Nestle, Toyota oder BMW die Steuer beim Kunden zurück holen.
Der Fiskus muss deshalb immer die optimale Höhe der Steuer finden, welche die Bevölkerung noch bereit ist zu zahlen.

Was der Fiskus noch beachten muss

Ein E-Zigaretten Startup schafft Arbeitsplätze. Diese bringen auch Steuern ein und hinzu kommt noch, dass die Umsatzsteuer ja auch bezahlt werden muss. Der Staat muss also abschätzen wie hoch er die Steuer ansetzt, damit kleine und mittelständige Unternehmen nicht schließen müssen. Er verliert dann nicht nur die Steuern dieser Unternehmen sondern muss noch für das Arbeitslosengeld der ehemaligen Angestellten und Lieferanten aufkommen.

Nächste Schritte für die Dampfersteuer

In der EU besteht die TAXUD (Taxation and Customs Union Directorade-General). Diese kann die Steuern festlegen, die dann für alle Mitgliedsstaaten gültig sind. Natürlich kann jeder Staat darüber hinaus eigene Steuern erheben. Das ist aber genau geregelt und kann nicht willkürlich geschehen.

Die TAXUD ist nun damit beauftragt, eine einheitliche Besteuerung von Tabakwaren in der EU zu gestalten. Um ein Gleichgewicht zwischen den angesprochenen Faktoren zu erhalten gilt es einen Weg zu finden so viele Steuern wie möglich und geleichzeitig so wenig wie nötig zu erheben. Und da zählen nach der TPD2 nun auch unsere Dampfer dazu.

Um einen sinnvollen Weg zu finden hat TAXUD im letzten Jahr eine Firma beauftragt eine Marktanalyse zu starten. Die Firma Economisti Associati ist eine der Top Unternehmensberatungen weltweit und hat schon Aufträge für ganze Staaten geregelt. Signore Grassi hat den Markt betreffend in Einzelinterviews Ansichten, Einschätzungen und Fakten deutscher Unternehmer gesammelt. Dieser Dialog soll demnächst in Brüssel fortgesetzt werden.

Wie sieht die Politik die Dampfersteuer

Aus der Politik wurden schon verschiedene Stimmen laut, dass die Besteuerung unter der von Tabak bleiben soll und muss, da hier ein echtes Potential für die öffentliche Gesundheit gesehen und erkannt wird. Inzwischen sind sogar noch weitergehende Möglichkeiten im Gespräch.

Durch diesen wichtigen Punkt für die öffentliche Gesundheit besteht sogar die Möglichkeit, dass evtl. eine 0% Steuer erhoben wird, was natürlich für die Dampfer grandios wäre.

Was passiert bei einer Nichtbesteuerung

Eine Nichtbesteuerung für die E-Zigaretten würde bedeuten, dass die TAXUD die Steuer einheitlich für die EU auf 0% festlegt. Somit würde es den Mitgliedsstaaten sehr schwer gemacht werden, nachträglich noch einmal eigene Steuern zu erheben. Eine solche Entscheidung wäre ein sehr deutliches Zeichen der EU für das Dampfen.

Jede Besteuerung im einstelligen Bereich wäre super, da viele Hersteller und Händler sich unter dem extremen Marktdruck gezwungen sähen, davon möglichst wenig an den Konsumenten weiter zu geben um Konkurrenzfähig zu bleiben. Somit würden die Dampfer wahrscheinlich nicht einmal etwas merken.

Jetzt heißt es abwarten und Dampfen bis der Report zur Einschätzung der Economisti Associati eintrifft. Selbst wenn die TAXUD sich der Einschätzung anschließt, müssen alle Mitgliedsstaaten mit einbezogen werden und einer letztendlichen Entscheidung muss dann wahrscheinlich noch durch das Parlament zugestimmt werden.

Alles in Allem ist es also sehr unwahrscheinlich, dass vor 2018 eine Steuer für E-Zigaretten in Kraft tritt.

 

Wir halten euch auf dem laufenden

Wenn Du Informationen über E-Zigaretten brauchst oder mal welche testen möchtest, kannst Du jederzeit in einer unserer Filialen vorbeischauen. Hier werden Dich kompetente und erfahrene Dampfer gerne beraten.

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